Merkblatt Ohrensausen (Tinnitus)

Die therapeutischen Möglichkeiten (siehe Behandlungsmöglichkeiten) bestehen in der Verabreichung von bestimmten Medikamenten, die eine Verbesserung der Durchblutung herbeiführen können. Auch Physiotherapie kann einen positiven Effekt liefern, gelegentlich auch die Neuraltherapie oder die Akupunktur. Ein sog. "Tinnitus-Masker", ein spezielles Hörgerät, kann zu einer Überdeckung des Geräusches führen und damit eine Linderung herbeiführen. Bei der sog. "Retraining-Therapie" wird ein Rauschgerät täglich mehrere Stunden getragen, um mit einem konstanten weißen Rauschen den Tinnitus allmählich zu überdecken.

Insbesondere bei einem einseitigen, akut auftretenden Tinnitus ist es vorteilhaft, alsbald mit einer ambulanten, in schweren Fällen auch stationären Infusionstherapie zu beginnen. Auch eine Physiotherapie kann als Behandlungsmethode in Frage kommen. Wenn ein Ohrensausen zusätzlich zu psychosomatischen Störungen oder gar zu Depressionen geführt hat, ist eine psychosomatische Therapie notwendig. Eine Operation wird nur bei speziellen Diagnosen nötig, so z.B. bei einer chronischen Mittelohrentzündung mit einer Perforation des Trommelfells, bei einer "Otosklerose" (Verkalkung der Gehörknöchelchen) zusätzlich verbunden mit Ohrensausen oder einem sog. "Kleinhirnbrückenwinkeltumor" (Akustikusneurinom).
Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, so fragen Sie uns bitte.
Ihre HNO-Praxis





Ursachen
Behandlungsmöglichkeiten
Arzthelferinnen